Finanzierung / Kosten

Die Angebote der Autismusambulanz sind für unsere Klient*innen und deren Familien kostenfrei. Die Kosten für die Förderungen werden von den Sozial- und Jugendhilfeträgern gezahlt.
Um einen Antrag auf Übernahme der Kosten für eine autismusspezifische Förderung bei den entsprechenden Sozial- und Jugendhilfeträgern stellen zu können, muss eine kinder- und jugendpsychiatrische bzw. eine psychiatrische Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung vorliegen.
Liegt eine Zusage des Sozial- oder Jugendhilfeträgers vor, dass die Kosten für eine Förderung in unserer Einrichtung übernommen werden, werden die Klient*innen umgehend auf unsere Warteliste gesetzt.
Der Umfang der Förderung orientiert sich an der vom zuständigen Sozial- bzw. Jugendhilfeträger festgelegten Anzahl an Fördereinheiten. Im Regelfall bekommen unsere Klient*innen ein bis zwei, in Ausnahmefällen bis zu vier Fördereinheiten pro Woche bewilligt. Eine Fördereinheit umfasst 60 Minuten Förderung, Beratung, Training o.ä.. Bedarfsänderungen werden eng zwischen Fachkraft, Klient*in und Sorgeberechtigten abgestimmt und mit dem Kostenträger besprochen.

Rechtsgrundlage unseres Angebotes ist der § 10 des Sozialgesetzbuches I. Dieser besagt, dass jeder Mensch, der körperlich, geistig oder seelisch behindert ist, oder von einer solchen Behinderung bedroht ist, ein „soziales Recht“ auf Hilfe und Unterstützung hat. Dieses Recht umfasst die Hilfe, die notwendig ist, um die Behinderung abzuwenden, zu beseitigen, zu bessern, ihre Verschlimmerungen zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern. Damit soll dem Menschen mit Behinderung ein seinen Neigungen und Fähigkeiten entsprechender Platz in der Gemeinschaft gesichert werden.
Für Menschen mit Autismus ist dieser besondere Unterstützungsbedarf in den Eingliederungshilfeverordnungen des Sozialgesetzbuchen VIII Kinder- und Jugendhilfe § 35a und des Sozialgesetzbuches XII § 53 ff. geregelt.